Vokiečių kalbos 2015 m. valstybinio egzamino testas - LESEVERSTEHEN (pagrindinė sesija)
Klausimas #1
Lesen Sie den Text und wählen Sie für jeden Abschnitt die passende Überschrift.
Die Mauer, die Berlin 28 Jahre lang auf einer Länge von 160 Kilometern abgeriegelt hat, ist zur Sehenswürdigkeit geworden – dort, wo noch Reste von ihr stehen.
An vielen Stellen erinnern nur noch Metallplatten im Boden daran, wo die Mauer einst stand. Wichtige Stationen zeigt der Berliner Mauerweg.
Die ganztägige Bustour startet um 8 Uhr früh am Löwentor am Hardenbergplatz nahe dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin-West und führt zuerst nach Potsdam. (…)
Dort steht ein Besuch des UNESCO-Welterbes Park Sanssouci auf dem Programm. Neben einer Führung im Park und im Schloss Charlottenhof, dem ehemaligen
Sommersitz des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, können Teilnehmer die Open-Air-Ausstellung „Paradiesapfel“ über die königlichen Gartenwelten erleben. (…)
Nach dem Mittagessen geht es in den Nordwesten Potsdams zum ehemaligen Rittergut Schloss Karztow, wo die Teilnehmer zu einem Spaziergang durch einen
repräsentativen Gutspark aus dem 19. Jahrhundert eingeladen werden. In Paretz weiter nordwestlich findet eine Führung im Schlosspark statt.
Gestartet wird am Alexanderplatz, Ziel der Tour ist der Bahnhof Zoo in der City-West. Tourverlauf: Ausgangspunkt dieser ganztägigen Tour ist der Alexanderplatz
in der City-Ost. Von dort geht es zuerst zum bekannten Fernsehturm, dann ins historische Nikolaiviertel und über die Museumsinsel zum Boulevard „Unter den Linden“.
Nach einem Abstecher zum Gendarmenmarkt führt die Tour zum Brandenburger Tor und zum Potsdamer Platz. Anschließend geht es ins Regierungsviertel, von wo
ein Bus in die City-West fährt: zum Bahnhof Zoo, zur Gedächtniskirche und zum Kurfürstendamm.
Stadt-Rallyes oder Schnitzeljagden verbinden Sightseeing, Fragespiel und Spaß. (…) Stadt-Rallyes dauern meist drei bis fünf Stunden und eignen sich für große und kleine
Gruppen, Schüler, als Betriebsausflug (…) oder einfach als Stadterkundung für aktive Menschen. (…) Für eine Stadt-Rallye oder Schnitzeljagd braucht man eine Route
und Aufgaben, die von den Teilnehmern zu lösen sind. Diese Fragen oder Rätsel kann man als fertige Stadt-Rallye in Form von Tourbüchern, Rätselkarten oder
Umschlägen bei verschiedenen Anbietern kaufen oder auch selbst erstellen. Bei organisierten Rallyes treffen sich die Teilnehmer zu Beginn an einem festgelegten
Ort, wo sie die Aufgaben als Booklet oder in Umschlägen samt Stadtplan erhalten.
(…) Ein roter „Steher“ und ein grüner „Geher“ – so einfach und so erfolgreich wie die beiden Ampelmännchen sind wohl keine anderen Symbole der einstigen DDR.
In vier Shops in Berlin kann man die beiden Ampelmännchen erwerben: als Lampen, Vasen, Buchstützen oder als Aufdruck auf Bechern, Shirts und Umhängetaschen.
Der Erfinder der Ampelmännchen Karl Peglau hat den einzigartigen Aufstieg vom Verkehrszeichen zur Kultmarke für Berlin-Fans noch miterlebt. (…)
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Klausimas #2
Lesen Sie den Text und finden Sie die passenden Ergänzungen im Kästchen.
DIE 15. WELTMEISTERSCHAFT DER DEUTSCHEN SCHÄFERHUNDE
Die 15. Weltmeisterschaften (WM) der Deutschen Schäferhunde sind ein Großereignis, zu dem Hunde und Halter aus der ganzen ins oberösterreichische Steyr anreisen.
Angetreten wird in Einzel- und Mannschaftswertungen. Es gibt verschiedene , die die Teams absolvieren müssen. (…)
Die Teilnehmer
31 Teams sind nach Steyr gereist um an den Wettkämpfen teilzunehmen. Einige Mannschaften aus Übersee sind sogar schon im September gekommen, damit sich die Hunde
und ihre Führer an das Klima und die Zeitumstellung gewöhnen können. Mit dabei sind Mannschaften aus Kanada, Argentinien und Japan. Auch der jetzige schweizer
ist hier, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.
Der Wettkampf
Die Wettkämpfe „Unterordnung“ und „Schutzdienst“ werden im durchgeführt. Der dritte Teil „Fährte“ wird im freien Gelände absolviert.
Unterordnung
Bei „Unterordnung“ geht es um den Gehorsam des Hundes. Bestimmte Übungen werden absolviert, die zeigen, dass der Hund seinen Hundeführer als akzeptiert, dass er
seine Befehle ausführt. Nur wenn Hund und Halter ein Team bilden und es beiden Spaß macht miteinander zu arbeiten, kann diese Übung gelingen. Dabei wird von Mensch und
Tier auch viel Konzentration abverlangt. (…)
Schutzdienst
Nach einer Stunde beginnt dann der Wettkampf „Schutzdienst“. Hier wird getestet, ob der Hund auch tatsächlich ein gehorsamer ist. Ganz entscheidend für diese
Disziplin ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein sind gefragt. Der Hund muss mutig seinen Herren verteidigen, darf aber dem
„Angreifer“ nicht wehtun. Eine gar nicht so leichte Übung, die sehr viel Training und absolutes Vertrauen des Hundes zu seinem Herrchen erfordert. (…)
Um 7.30 Uhr geht es dann ins freie Feld – Fährten lesen steht auf dem Programm. Hier wird getestet, welcher Hund die beste Nase hat und sich am von anderen
Gerüchen und Eindrücken vom gesuchten Objekt ablenken lässt. (…) Die Paare, die die Wettkämpfe am absolviert haben, werden am Sonntag mit dem Weltmeistertitel
geehrt. Außerdem gibt es auch den Titel des Mannschaftsweltmeisters.
Falls ihr mit eurem Deutschen Schäferhund an der nächsten WM teilnehmen möchtet: Sie findet (…) im italienischen Ravenna statt – also morgens raus aus dem Bett – und
, aber bitte nur unter professioneller Leitung! (…)
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Klausimas #3
Lesen Sie den Text und finden Sie die passenden Ergänzungen.
NEUES SCHULFACH „GLÜCK“: DIE FRÖHLICHEN SCHÜLER VON HEIDELBERG
Von Jochen Schönmann
Als erste in Deutschland unterrichtet eine Heidelberger Schule das Fach „Glück“. Es kann sogar für das Abitur zählen. Dem Direktor geht es um Bildung im besten Sinn, nicht
um pädagogischen Zuckerguss. Für ihn ist Glück eine ernste Sache – .
Janina, 17, schließt ihre Augen, alle anderen machen es ihr nach. Sie sitzt entspannt, zurückgelehnt, dämmert langsam weg. [Um sie herum ein gewöhnliches Klassenzimmer|und die Schüler sind gut gelaunt dabei|Das Kultusministerium unterstützt das Vorhaben|Die zentralen Bausteine|Ein Schauspieler spielt mit den Schülern Theater|Er hat es satt|Janina verschränkt locker die Arme|Manche feuern ihre Zahl sofort raus|Sie haben ein Fach entworfen|So geht es weiter]:
die Wände gestrichen in vanille-gelb, vorne eine Tafel, an den Wänden ein paar Poster. Die knarrigen Holzstühle haben die Schüler zu einem Kreis zusammen geschoben,
die Tische an den Rand. Auf einen Tisch hat jemand mit Edding gekritzelt: „Ich hasse Mathe.“
und versucht, die Stimmung im Raum aufzunehmen. Einer im Kreis beginnt damit durchzuzählen: „Eins“. Dann soll es kreuz und quer gehen,
aber immer einer nach dem anderen: „Zwei“ kommt von rechtsaußen, „Drei“ sitzt gleich nebenan. Es geht darum, intuitiv die Lücke zu finden, jedem seinen Raum zu lassen,
aber auch, sich selbst Raum zu nehmen.
Das klappt nicht gleich am Anfang. , andere sagen erstmal gar nichts. Beim fünften Anlauf zählt die Gruppe durch, ohne dass irgendjemand
den anderen gestört hätte. Völlig zwanglos. Applaus brandet auf: Janina und die anderen in der Klasse haben Glück – und zwar als Unterrichtsfach.
Ein Scherz unterforderter Abiturienten ist das keineswegs. Der Verantwortliche sitzt vielmehr im Chefsessel der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule, 1. OG, Zimmer 112, und heißt
Ernst Fritz-Schubert, Oberstudiendirektor. , dass Schule in der Beliebtheitsskala der Schüler „gleich nach dem Zahnarztbesuch“ rangiert. „Das sind übrigens Fakten“,
sagt er und zieht eine Studie aus seinen Unterlagen: Österreichische 9- bis 13-Jährige gaben an, sich besonders wohl in den Ferien zu fühlen, an Weihnachten, überhaupt bei
den Eltern. Am wenigsten glücklich sind sie beim Zahnarzt. Und eben in der Schule.
Da muss etwas passieren, dachte der Schulleiter – und tat sich zusammen mit einer Handvoll Kollegen. , das in der zweijährigen Berufsfachschule
und im Wirtschaftsgymnasium auf dem Stundenplan steht. Für die Gymnasiasten kann es sogar ein mündliches Prüfungsfach im Abitur ersetzen.
Aber was ist Glück überhaupt? Empfindet es nicht jeder anders? Gerade als Schüler? Und wie soll man Glück unterrichten? Fragt man die Schüler, kommt man relativ schnell dahinter:
„Ich bin glücklich, wenn ich Menschen finde, die meine Interessen teilen. In einer guten Gemeinschaft fühle ich mich eben wohl“, sagt Glücks-Schüler Max, 18. „Ich bin glücklich, wenn
ich mich körperlich fit fühle“, sagt Janina. : Geborgenheit, Gemeinschaft, Fitness – kein Wort von Shopping, Party, Ballermann.
Das Fach „Glück“ ist nun gewissermaßen der erste Praxisversuch in Deutschland. [Die zentralen Bausteine|und die Schüler sind gut gelaunt dabei|Das Kultusministerium unterstützt das Vorhaben|Ein Schauspieler spielt mit den Schülern Theater|Er hat es satt|Janina verschränkt locker die Arme|Manche feuern ihre Zahl sofort raus|Sie haben ein Fach entworfen|So geht es weiter|Um sie herum ein gewöhnliches Klassenzimmer]: Seele und Körper, Motivation und Leistungsorientierung, Gemeinschaft.
Um all diese Bestandteile zu vermitteln, ist die Tafel allerdings etwas zu klein, zu eindimensional. „Glück“ setzt auf Eigenerfahrung: ,
ein Motivationstrainer hilft ihnen, positives Denken zu lernen, die guten Gefühle zu verstärken. Und ein Familientherapeut entwickelt mit ihnen eine Vorstellung vom
„Ich“ in der Gemeinschaft.
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Klausimas #4
Lesen Sie den Text und beantworten Sie die Fragen mit einem Satz oder einer Wortgruppe.
SO TICKT DEUTSCHLANDS JUGEND
ZAHM, ZART UND ZUPACKEND
Von Frauke Lüpke-Narberhaus
Die Jugend von heute ist nett, intelligent – und sehr ambitioniert: Schon Zehnjährige wollen unbedingt Abitur machen, zeigt eine neue Studie.
Auch auf gute Noten legen Schüler großen Wert. Sie brauchen das für ihr Wohlbefinden, vermuten die Forscher.
Die Alt-Achtundsechziger werden stöhnen, jene, die sagen, eine Jugend tauge nur etwas, wenn sie rebelliert. Denn eine neue Studie zeigt, dass
Jugendliche von heute die Erwachsenen akzeptieren, dass sie ihnen sogar mehr vertrauen als je zuvor. Dass Jugendliche heute vor allem nett
sind, intelligent – und äußerst ambitioniert: Sie streben nach guten Noten und hohen Schulabschlüssen. Kurzum: eine äußerst smarte Jugend.
Zu diesem Ergebnis kommen die Jugend- und Bildungsforscher Sabine Maschke, Ludwig Stecher und Kollegen von den Universitäten Köln,
Gießen und Siegen. Gemeinsam haben sie die Studie „Jugend.Leben“ durchgeführt. 6000 repräsentativ ausgewählte Kinder und Jugendliche im
Alter von 10 bis 18 Jahren nahmen teil; zwar leben alle in Nordrhein-Westfalen, aber die Ergebnisse ließen sich auf andere westdeutsche
Flächenländer übertragen, schreiben die Autoren. Die Studie knüpft an ihre Vorgängerin „Null Zoff und voll busy“ aus dem Jahr 2001 an.
Der Vergleich der beiden Studien zeigt: Die befragten Jugendlichen sprechen der Schule heute eine „immens hohe Bedeutung“ zu, analysieren die
Autoren. Dabei ist ihnen ein hoher Schulabschluss heute noch wesentlich wichtiger als in der Vergangenheit. So strebte in den neunziger Jahren
etwa die Hälfte der 13- bis 18-Jährigen das Abitur an, im Jahr 2012 waren es mehr als drei Viertel der Befragten. Dabei sagt sogar schon ein
Großteil (85 Prozent) der befragten 10- bis 12-Jährigen: Wir würden gern Abitur machen. So schrieb ein 11-jähriges Mädchen, das an der Studie
teilgenommen hat: „Meine Zukunft ist, dass ich auf die Uni gehe und meinen Realabschluss habe und noch, dass ich mein Abitur mache. Meine
Wünsche sind auf die Uni gehen! Und dass ich gute Noten kriege! Meine Sorgen sind, dass ich schlechte Noten kriege. Und meine Ängste sind,
dass ich die Schule nicht schaffe.“
Die Zahlen zeigen, heißt es in der Studie, „dass die Maximen unserer Bildungs- und Leistungsgesellschaft – im Sinne eines ‚Möchte ich und muss
ich auch erreichen, um mithalten zu können‘ – bei den Heranwachsenden durchweg angekommen sind“.
Dazu passt, dass Schülern heute gute Noten noch wichtiger sind, als vor zehn Jahren: Auf die Frage „Was gefällt dir besonders am Schulleben“
gaben im Jahr 2001 noch 45 Prozent an „gute Noten bekommen“. Zehn Jahre später sagten das 66 Prozent. Das Wohlbefinden der Jugendlichen
hänge heute womöglich noch stärker als früher von guten Schulnoten ab, vermuten die Wissenschaftler. Dabei gilt derjenige, der gute Noten
einheimst, im Freundeskreis auch nicht automatisch als Streber: Rund neun von zehn Befragten gaben an, ihre Freunde fänden es gut, wenn sie
in der Schule gute Noten schreiben. Um das zu erreichen, nimmt jeder fünfte Befragte Nachhilfe.
Immer wieder klagen Eltern und Schüler, dass der zunehmende Stress und Leistungsdruck belaste. Auch ein an der Studie teilnehmendes
Mädchen schreibt: „Ich habe sehr Angst, die Schule nicht gut zu bestehen, und Angst davor, immer dieses Gefühl zu haben, dass gleich mein Herz
aus der Seele rauspocht.“ In der Umfrage sagte etwa jeder dritte teilnehmende Schüler, er leide manchmal oder sogar oft unter Beschwerden wie
Kopfschmerzen, Nervosität und Ängsten. Immerhin: Im Vergleich zum Jahr 2001 haben diese Beschwerden zumindest nicht zugenommen.
Die Wissenschaftler konzentrierten sich in der Studie nicht nur auf den Bereich Schule, sondern sie fragten auch nach den Großeltern, nach der
Lieblingsmusik, nach Hobbys, nach dem Taschengeld, nach der Zukunftsperspektive. In vielen Bereichen ähneln die Ergebnisse anderen Studien:
So erfragten schon andere Meinungsforscher, dass Familie bei jungen Menschen über allem steht. So steht schon in der Shell-Jugendstudie aus dem
Jahr 2010, dass Deutschlands Jugend optimistisch ist – und mitunter auch recht selbstbewusst, so wie dieser 17-jährige junge Mann: „Ich weiß, dass
ich Potential habe, um was Großes zu werden, aber ob ich letztendlich den Willen habe, um mein Leben ‚richtig‘ anzupacken, weiß ich nicht.“
Und, auch das ist nicht neu: Jugendliche können – und müssen – sich heute ständig entscheiden. Gehe ich während der Schulzeit ins Ausland?
Welcher Kleidungsstil passt am besten zu mir? Welche Musik? Welches Studienfach schützt am besten vor Arbeitslosigkeit? Die Jugendlichen von
heute, resümieren die Forscher, agierten hier sehr kompatibel. Die Forscher glauben: „Ihnen bleibt auch kaum etwas anderes übrig, wollen sie sich,
dem Gesetz der Selbstoptimierung folgend, in dieser Welt behaupten.“
Welche Angst hat ein elfjähriges Mädchen?
Was wird von den Jugendlichen in der modernen Gesellschaft verlangt?
Was hilft einem Fünftel der Jugendlichen, gute Noten zu bekommen?
Wie finden die Jugendlichen heute ihre Freunde, die gute Noten bekommen?
Was beunruhigt die Eltern und die Schüler?
Leiden die Jugendlichen seit 2001 stärker an stressbedingten körperlichen Symptomen?
Was ist laut der Studie für die Jugendlichen am wichtigsten?
Wer trifft die Entscheidungen für die Jugendlichen?
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Klausimas #5
Lesen Sie die Text und wählen Sie die richtigen Antworten aus.
SO TICKT DEUTSCHLANDS JUGEND
ZAHM, ZART UND ZUPACKEND
Von Frauke Lüpke-Narberhaus
Die Jugend von heute ist nett, intelligent – und sehr ambitioniert: Schon Zehnjährige wollen unbedingt Abitur machen, zeigt eine neue Studie.
Auch auf gute Noten legen Schüler großen Wert. Sie brauchen das für ihr Wohlbefinden, vermuten die Forscher.
Die Alt-Achtundsechziger werden stöhnen, jene, die sagen, eine Jugend tauge nur etwas, wenn sie rebelliert. Denn eine neue Studie zeigt, dass
Jugendliche von heute die Erwachsenen akzeptieren, dass sie ihnen sogar mehr vertrauen als je zuvor. Dass Jugendliche heute vor allem nett
sind, intelligent – und äußerst ambitioniert: Sie streben nach guten Noten und hohen Schulabschlüssen. Kurzum: eine äußerst smarte Jugend.
Zu diesem Ergebnis kommen die Jugend- und Bildungsforscher Sabine Maschke, Ludwig Stecher und Kollegen von den Universitäten Köln,
Gießen und Siegen. Gemeinsam haben sie die Studie „Jugend.Leben“ durchgeführt. 6000 repräsentativ ausgewählte Kinder und Jugendliche im
Alter von 10 bis 18 Jahren nahmen teil; zwar leben alle in Nordrhein-Westfalen, aber die Ergebnisse ließen sich auf andere westdeutsche
Flächenländer übertragen, schreiben die Autoren. Die Studie knüpft an ihre Vorgängerin „Null Zoff und voll busy“ aus dem Jahr 2001 an.
Der Vergleich der beiden Studien zeigt: Die befragten Jugendlichen sprechen der Schule heute eine „immens hohe Bedeutung“ zu, analysieren die
Autoren. Dabei ist ihnen ein hoher Schulabschluss heute noch wesentlich wichtiger als in der Vergangenheit. So strebte in den neunziger Jahren
etwa die Hälfte der 13- bis 18-Jährigen das Abitur an, im Jahr 2012 waren es mehr als drei Viertel der Befragten. Dabei sagt sogar schon ein
Großteil (85 Prozent) der befragten 10- bis 12-Jährigen: Wir würden gern Abitur machen. So schrieb ein 11-jähriges Mädchen, das an der Studie
teilgenommen hat: „Meine Zukunft ist, dass ich auf die Uni gehe und meinen Realabschluss habe und noch, dass ich mein Abitur mache. Meine
Wünsche sind auf die Uni gehen! Und dass ich gute Noten kriege! Meine Sorgen sind, dass ich schlechte Noten kriege. Und meine Ängste sind,
dass ich die Schule nicht schaffe.“
Die Zahlen zeigen, heißt es in der Studie, „dass die Maximen unserer Bildungs- und Leistungsgesellschaft – im Sinne eines ‚Möchte ich und muss
ich auch erreichen, um mithalten zu können‘ – bei den Heranwachsenden durchweg angekommen sind“.
Dazu passt, dass Schülern heute gute Noten noch wichtiger sind, als vor zehn Jahren: Auf die Frage „Was gefällt dir besonders am Schulleben“
gaben im Jahr 2001 noch 45 Prozent an „gute Noten bekommen“. Zehn Jahre später sagten das 66 Prozent. Das Wohlbefinden der Jugendlichen
hänge heute womöglich noch stärker als früher von guten Schulnoten ab, vermuten die Wissenschaftler. Dabei gilt derjenige, der gute Noten
einheimst, im Freundeskreis auch nicht automatisch als Streber: Rund neun von zehn Befragten gaben an, ihre Freunde fänden es gut, wenn sie
in der Schule gute Noten schreiben. Um das zu erreichen, nimmt jeder fünfte Befragte Nachhilfe.
Immer wieder klagen Eltern und Schüler, dass der zunehmende Stress und Leistungsdruck belaste. Auch ein an der Studie teilnehmendes
Mädchen schreibt: „Ich habe sehr Angst, die Schule nicht gut zu bestehen, und Angst davor, immer dieses Gefühl zu haben, dass gleich mein Herz
aus der Seele rauspocht.“ In der Umfrage sagte etwa jeder dritte teilnehmende Schüler, er leide manchmal oder sogar oft unter Beschwerden wie
Kopfschmerzen, Nervosität und Ängsten. Immerhin: Im Vergleich zum Jahr 2001 haben diese Beschwerden zumindest nicht zugenommen.
Die Wissenschaftler konzentrierten sich in der Studie nicht nur auf den Bereich Schule, sondern sie fragten auch nach den Großeltern, nach der
Lieblingsmusik, nach Hobbys, nach dem Taschengeld, nach der Zukunftsperspektive. In vielen Bereichen ähneln die Ergebnisse anderen Studien:
So erfragten schon andere Meinungsforscher, dass Familie bei jungen Menschen über allem steht. So steht schon in der Shell-Jugendstudie aus dem
Jahr 2010, dass Deutschlands Jugend optimistisch ist – und mitunter auch recht selbstbewusst, so wie dieser 17-jährige junge Mann: „Ich weiß, dass
ich Potential habe, um was Großes zu werden, aber ob ich letztendlich den Willen habe, um mein Leben ‚richtig‘ anzupacken, weiß ich nicht.“
Und, auch das ist nicht neu: Jugendliche können – und müssen – sich heute ständig entscheiden. Gehe ich während der Schulzeit ins Ausland?
Welcher Kleidungsstil passt am besten zu mir? Welche Musik? Welches Studienfach schützt am besten vor Arbeitslosigkeit? Die Jugendlichen von
heute, resümieren die Forscher, agierten hier sehr kompatibel. Die Forscher glauben: „Ihnen bleibt auch kaum etwas anderes übrig, wollen sie sich,
dem Gesetz der Selbstoptimierung folgend, in dieser Welt behaupten.“
Und, auch das ist nicht neu: Jugendliche können – und müssen – sich heute ständig entscheiden. Gehe ich während der Schulzeit ins Ausland?
Welcher Kleidungsstil passt am besten zu mir? Welche Musik? Welches Studienfach schützt am besten vor Arbeitslosigkeit? Die Jugendlichen von
heute, resümieren die Forscher, agierten hier sehr kompatibel. Die Forscher glauben: „Ihnen bleibt auch kaum etwas anderes übrig, wollen sie sich,
dem Gesetz der Selbstoptimierung folgend, in dieser Welt behaupten.“
Atsakymų variantai rodomi tik registruotiems sistemos eTest.lt vartotojams. Mokytojo registracija, mokinio registracija
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